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Schönheit aus dem Süden

Die Schätze des Südens sind ideale Beauty-Zutaten, auch wenn wir sonnengereifte Tomaten, Weintrauben oder duftende Kräuter sonst eher aus der Mittelmeerküche kennen. // Andrea Mauer

Schönheit aus dem Süden

Malerische Weinberge bestimmten vielerorts die Landschaften im sonnigen Süden. Kein Wunder: Das sanfte Klima schafft ideale Bedingungen für das Wachstum der Trauben.

Wertvolle Weintrauben

Lange Zeit stand vor allem der Saft der wertvollen Kulturpflanze im Mittelpunkt des Interesses, zum Beispiel für die Weinverarbeitung. Doch inzwischen gelten die zarten Trauben, wissenschaftlich bestätigt, als gesundes Gesamtkunstwerk: Ihre Kerne enthalten wertvolle Polyphenole, deren antioxidative Wirkung um ein Vielfaches höher ist als das von Vitamin E. Traubenkernöl als Bestandteil von Pflegeprodukten schenkt Feuchtigkeit und sorgt für eine geschmeidige und straffe Haut.

Die Schale der Weintrauben enthält zudem Resveratrol, ein Stoff, der ebenfalls freie Radikale bekämpfen, die Zell-erneuerung ankurbeln und vor frühzeitiger Hautalterung schützen soll. Die mediterranen Früchte machen also nicht nur von innen schön, sondern liefern auch von außen straffende Pflege.

Duftende Beauty-Kräuter

Wie das duftet! In südlichen Gefilden rund ums Mittelmeer weht uns oft eine Melange wohlriechender Kräuter und Heilpflanzen um die Nase. Das Geheimnis: In warmen Regionen verströmen Rosmarin, Thymian, Basilikum und Lavendel ihre ätherischen Öle besonders intensiv. Sie verleihen nicht nur der beliebten Mittelmeerküche ihre typische Würze, sondern stecken als natürliche Schönmacher in unseren kosmetischen Tuben und Tiegeln.

So wirkt Rosmarin, der sogenannte Tau des Meeres, antibakteriell, durchblutungsfördernd und unterstützt die Selbstregulation der Talgdrüsen. Die Heilpflanze des Jahres 2011 wird gern für Haarpflege, Cremes und belebende Bäder verwendet.

Seine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung macht auch den Thymian für Beauty-Produkte interessant. Man findet ihn insbesondere in Kosmetik für fettige und unreine Haut sowie in Zahnpasta.

Sie fühlen sich gestresst? Dagegen ist ebenfalls ein mediterranes Kraut gewachsen: Mit ätherischem Basilikumöl lässt sich die innere Anspannung buchstäblich wegatmen. Der Duft bringt Sie in Balance und soll sogar bei Schlafstörungen helfen.

Ein weiterer Entspannungshelfer ist Lavendel. In seinen violetten Blüten steckt Linalyl-Acetat, das die Nerven beruhigt und die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin fördert. Der typisch mild-blumige Duft macht den Lippenblütler zum beliebten Zusatz in Badeölen oder Duschgels.

So können wir auch im heimischen Bad von blühenden Lavendelfeldern träumen. Und nebenbei kleine (Stress-)Pickelchen bekämpfen: Lavendelblüten enthalten Linalool, das für seine antiseptische Wirkung bekannt ist.

Kühle Feuchtigkeit

Seit über 6000 Jahren ist die Aloe vera für ihre Heilkraft bekannt. Auf den ers-ten Blick mag man sie für einen Kaktus halten, doch es handelt sich um eine Lilienart. Ursprünglich auf der arabischen Halbinsel zu Hause, wird die sogenannte Wüstenlilie heute auch rund ums Mittelmeer kultiviert.

Aloe ist arabisch und bedeutet „bitter“, was vermutlich auf den Geschmack ihrer fleischigen Blätter zurückzuführen ist. Diese bilden einen sicheren Schutz für den wertvollen Saft, der aus der Aloe vera die Königin der Heilpflanzen macht.

Unsere Großmütter verwendeten das Multitalent gern in der Hausapotheke: Aloe-Saft wirkt als leichter UV-Schutz, kühlt und heilt bei Sonnenbrand, hilft bei Akne und Verstauchungen. Wissenschaftlichen Studien zufolge soll er sich sogar positiv bei leichten Formen der Schuppenflechte auswirken.

Aloe vera kühlt und pflegt

Auch kosmetisch hat die Aloe vera viel zu bieten: Sie enthält Hunderte kostbare Vitalstoffe, die in die Haut dringen und dort ihre Wirkung entfalten: Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren verbinden sich zu einem einzigartigen Mix, der Feuchtigkeit spendet und speichert. Die natürliche Regeneration der Haut wird aktiviert, das Bindegewebe gestrafft, zudem wirkt das Schönheitselixier kühlend und durchblutungsfördernd. Pflegeprodukte mit Aloe vera sind für jeden Hauttyp empfehlenswert.

In der Naturkosmetik wird es als reines Gel, Saft oder in pulverisierter Variante in Cremes verarbeitet sowie als Extrakt bei der Haarpflege eingesetzt.

Die Basis: wertvolle Öle

Kaum ein Kosmetikum für Haut und Haar, das ohne pflegende Öle auskommt. Der mediterranen Pflanzenwelt haben wir einige der wertvollsten zu verdanken: Allen voran das für seine Sanftheit geschätzte süße Mandelöl.

Die Kerne des Mandelbaums sind prall gefüllt mit vielen wichtigen Nährstoffen: Von den Vitaminen E, A und B2 über Biotin bis hin zu Mineralstoffen wie Magnesium, Zink und Kupfer. Ihr Öl wird aus Kaltpressung gewonnen und verwöhnt zarte Babyhaut ebenso wie die pflegebedürftige oder sonnengestresste Haut von Erwachsenen.

Ausgedehnte Olivenhaine gehören so selbstverständlich zum Landschaftsbild des Mittelmeerraums wie Sand ans Meer. Die würzigen Früchte des Olivenbaums eignen sich nicht nur als Belag für unsere Lieblingspizza. Das fein-nussig duftende Olivenöl hat echte Beauty-Qualitäten: Dank seiner besonders wertvollen Fettsäurezusammensetzung macht es Cremes und Packungen besonders reichhaltig und sorgt für einen glatten, geschmeidigen Teint.

Ein Hautschmeichler für trockene und müde Haut ist auch die Avocado, eine ursprünglich mexikanische Frucht aus der Familie der Lorbeeren. Avocadoöl wird aus dem fettreichen Fruchtfleisch gewonnen und verfügt über wertvolle Fettsäuren, Vitamine und sekundäre Pflanzenauszüge.

Mit seiner leuchtend roten Farbe ist der Granatapfel ein echter Hingucker. Aus dem Samen der Frucht wird das hochwirksame Granatapfelsamenöl gewonnen. Dessen antioxidative Wirkung – es enthält u. a. Flavonoide und die nur in dieser Frucht natürlich vorkommende Gamma-Linolsäure – kommt insbesondere reifer, beanspruchter Haut zugute.

Rot macht schön

Bruschetta, Pizza, Salat Caprese – was wären diese mediterranen Leckereien ohne Tomaten? Mit der Entdeckung Süd-amerikas brachten spanische Eroberer das Nachtschattengewächs nach Europa. Erst wurde sie nur als Zierpflanze bestaunt. Es waren wohl die Italiener, die vor einigen Jahrhunderten die kulinarischen Qualitäten ihrer „Pomodoro“ (dt.: Goldapfel) getauften Lieblingsfrucht entdeckten.

Goldapfel für die Haut

Die Tomate als kosmetisches Goldstück zu betrachten, ist vergleichsweise neu, doch der Schluss ist naheliegend: Denn die saftige Frucht enthält einen hautschützenden Nährstoff-Cocktail aus Vitamin C und E, Folsäure, Beta-Carotin und Selen.

Besonders spannend ist auch ihr Farbstoff Lycopin, der die Tomate so erröten lässt. Als starker Radikalenfänger schützt er die Haut vor schädlichen UV-Strahlen, Umwelteinflüssen und Zigarettenrauch. In gekochter Form, als Tomatenmark oder Ketchup, wirkt Lycopin noch stärker als in der frischen Frucht. Da der Stoff fettlöslich ist und aus relativ kleinen Molekülen besteht, wird er prima von der Haut aufgenommen. Gut für uns: Mittlerweile steckt der Tomatenfarbstoff in Anti-Aging-Cremes und Seren.

Pflegeschätze des Südens

Weintrauben
Das fruchtig-nussig duftende Traubenkernöl punktet mit seinen außergewöhnlichen, die Zellmembran schützenden Eigenschaften.

Rosmarin, Foto: Fotolia.comRosmarin
Der aromatisch duftende Strauch ist für seine durchblutungsfördernden Effekte bekannt und wirkt gegen freie Radikale.

Aloe Vera, Foto: Fotolia.comAloe vera
Das wässrige Mark der Aloe-Blätter kühlt und pflegt die Haut. Es wirkt am besten als reines, unkonserviertes Aloe-vera-Gel.

Tomaten
Die roten Früchtchen wirken mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt als starke Radikalenfänger und werden häufig im Anti-Aging-Bereich eingesetzt.

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