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Sommerfrische, komm doch wieder!

Das Thermometer steigt, doch für den See ist keine Zeit und der Tag verlangt nach jeder Menge Einsatz? Nicht so schlimm! Diese Anti-Hitze-Tricks sorgen auch im Alltag für angenehme Frische. // Bettina Levecke

Wolfühlen - Sommerhitze Die heiße Sommerluft steht hart auf dem Asphalt, die Sonne knallt und im Auto herrschen unmenschliche Temperaturen. Himmel, ist das heiß! Wo ist der kühle Drink, die Strandmatte im Schatten oder das nächste Freibad? Ganz klar: Bei 30 Grad schalten Kopf und Körper sofort auf Urlaubsmodus. Doch leider der Terminkalender nicht, denn der Alltag erlaubt nur selten hitzefrei. Doch bitte: Lassen Sie sich davon die gute Sommerlaune nicht verderben. Erfrischende Pflege und kühler Genuss sind auch zwischendurch machbar.

Guten Morgen Sonnenschein

Zu spät aufgestanden? Durch Hektik am Morgen kommt man jetzt doppelt ins Schwitzen. Besser: Wecker auf 6 Uhr stellen und die frische Morgenluft genießen. Die erste Tasse Kaffee oder Tee im Garten, auf dem Balkon oder am offenen Küchenfenster versöhnt auch Morgenmuffel mit der Welt. Wer die Möglichkeit hat, kann im nasskalten Gras eine Runde Tautreten. Danach gibt es eine kalt-warme Wechseldusche, das macht den Körper fit für die Hitze. Wichtig: Die Dusche nicht kalt, sondern warm beenden. Ein Duschgel mit ätherischen Citrusdüften sorgt für zusätzliche Frische. Die Körperlotion hat im Kühlschrank übernachtet und das Deo mit Salbeiextrakten drosselt die Schweißproduktion. So kann der Tag beginnen! Zum ersten Frühstück gibt es Obstsalat: Der liefert Sonnenschutzvitamine und liegt nicht schwer im Magen. Dazu mindes-tens einen halben Liter Wasser, Tee oder Fruchtsaftschorle trinken. Flüssigkeit ist der wichtigste Schutz, beugt Hitze-Kopfschmerz und Müdigkeit vor, deshalb schon morgens auftanken.

Atmungsaktive Kleidung ist jetzt ein Muss! Leichte Baumwoll-, Seide- oder Leinenstoffe sind luftdurchlässig und angenehm zu tragen. Damit lange Haare bei der Hitze nicht durchhängen, ist an heißen Tagen ein Zopf oder Knoten die perfekte Lösung. Beim Make-up gilt: Weniger ist mehr. Morgens nur eine getönte Tagescreme auftragen und im Laufe des Tages mit einem leichten Puder glänzende Stellen oder Hautrötungen abdecken. Bei Lidschatten oder Kajal ebenfalls leicht vorpudern, damit beim Schwitzen nicht alles verläuft. Gegen trockene Lippen ein ölhaltiges Lippenbalsam oder Lippgloss auftragen. Wer mehr Zeit hat, kann auch eine feuchtigkeitsspendende Maske mit Aloe vera, Hyaluronsäure oder Macadamiaöl auflegen, die hitzebedingte Knitterfältchen vorbeugt.

Mit Frische-Kicks durch den Tag

Ob mit Auto, Fahrrad oder Bahn – ins Gepäck gehört unbedingt eine Trinkflasche! Eisgekühlte Getränke vom Kiosk sind zwar sehr erfrischend, bei großer Hitze aber kontraproduktiv: Um die Kälte des Getränks auszugleichen, fährt der Körper den Kreislauf hoch und man schwitzt noch mehr. Normal temperierte Apfelsaftschorle ist ideal, denn sie füllt die Mineralienspeicher auf, die sich beim Schwitzen leeren. Zwischendurch helfen in Wasser getränkte Tücher auf der Stirn und im Nacken beim Abkühlen. Besonders wohltuend: Aromatücher mit Lavendel. Sie beseitigen klebrigen Schweiß und sorgen wieder für ein angenehmes Hautgefühl. Blitz-Frische für heiße Wangen liefert ein feuchtigkeitsspendendes Gesichtswasser zum Beispiel mit Kräuterextrakten aus Johannisbeere oder Fackellilie. Einfach aufsprühen und einziehen lassen. Bei schweren Beinen hilft Kühlgel mit abschwellenden pflanzlichen Inhaltsstoffen, beispielsweise Hesperidin aus Bitterorange und Rosskastanie.

Der Bürostuhl klebt am Rücken, der Kopf brummt: Ohne Klimaanlage kann es am Arbeitsplatz unangenehm werden. Ein Mini-Ventilator auf dem Schreibtisch sorgt für einen kühlen Kopf. Möglichst indirekt aufstellen, damit die Luft nicht direkt ins Gesicht weht (Erkältungsgefahr!).

Zwischendurch ist eine Puls-Dusche sehr effektiv – dafür einfach die Handgelenke unter kaltes Wasser halten. In der Mittagspause unbedingt rausgehen und frische Luft schnappen. Vielleicht gibt es im Park einen Bachlauf oder Brunnen, um die nackten Beine ins Wasser zu halten? Zum Mittagessen gibt es leichte Sommergerichte. Salate und Gemüsesuppen liefern viel Flüssigkeit und Vitamine, ohne den Körper zu belasten. Im Büro gibt es statt Kaffee Salbei- oder Pfefferminztee, beide Kräuter drosseln die Schweißproduktion. Gegen müde Männeraugen durch Hitze und PC-Monitor gibt es ein Augenfrische-Roll-on. Einfach um die Augenpartie aufrollen und einziehen lassen.

Auch bei Hitze ist Aktivität angesagt. Besser kann das Wetter nicht mehr werden! Ob Inliner, Laufschuhe oder Rennrad – Sportfreunde nutzen jetzt jede Minute, um sich zu bewegen. Doch bei Temperaturen über 30 Grad und mehr auf dem Thermometer überschätzt sich auch so mancher Profi. Überhitzung mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit können die Folge sein. Reine Baumwollkleidung ist jetzt verkehrt, hier staut sich die Hitze. Kühlender sind Stoffe aus Hanf oder mit Viskose-Beimischung. Atmungsaktive Sportbekleidung gibt es auch von Bio-Anbietern. Sie transportiert den Schweiß von der Haut und verstärkt so den Kühlungseffekt. Vor dem Sport viel trinken. Eine Banane füllt die Kohlenhydratspeicher und versorgt mit Mineralien. Eine Kopfbedeckung ist Pflicht, genau wie ein hoher Sonnenschutz mit Bio-Sonnencreme, die sobald aufgetragen auch sofort wirkt. Eine Pulsuhr hilft dabei, Belastungsgrenzen besser einzuschätzen, denn bei hohen Temperaturen ist der Puls von alleine höher. Deshalb zwischendurch immer wieder Geh-Intervalle einbauen oder die Drehzahlen runterfahren. So kann sich der Kreislauf wieder beruhigen!

Frisch in 10 Minuten

Frischer Frühstart
Barfuß durchs feuchte und kalte Gras tappen, die Vögel zwitschern und die ersten Sonnenstrahlen machen gute Laune – kann ein Sommertag schöner beginnen? Tautreten weckt alle Sinne und stärkt das Immunsystem sowie die Fußmuskulatur.

Kühlung unterm Wasserhahn
Das tut gut: Wasserhahn aufdrehen und die Handgelenke unter den kühlen Strahl halten. Wer mehr Zeit hat, kann das Waschbecken volllaufen lassen und die Arme bis zu den Ellenbogen eintauchen.

Augentrost
36 Grad und es wird noch heißer … Bei solchen Temperaturen leiden auch die Augen. Blitz-Frische liefern kühle Gurkenscheiben oder auch ein Bio-Augen-Gel. Einfach dünn um die Augenpartie auftupfen.

Cool-down beim Sport
Clever ist, wer Pause macht: Auch Profis lassen das Training bei hohen Temperaturen langsamer angehen. Ganz wichtig: Alle 20 bis 30 Minuten etwas trinken, um die Flüssigkeitsverluste rechtzeitig auszugleichen.

Lotion eisgekühlt
Für Bodylotion und Gesichtstonic heißt es jetzt: Ab in den Kühlschrank. Auch die Sonnencreme darf dort wohnen. So freuen sich auch Kinder über das sonst eher lästige Eincremen.

Ideal für zwischendurch
Augen zu und abdrücken: Gesichtswasser zum Sprühen beruhigt mit tonisierenden Inhaltsstoffen wie Rosenwasser oder Granatapfelextrakten die hitzestrapazierte Haut und glättet Fältchen.

Christina Mantradevi Kircher

Autorin Bettina Levecke freut sich über Sommerwärme. Ihr „Hitzeableiter“: Füße ins Wasser! Ressourcenschonend, im Planschbecken der Kinder.

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Tal
Ach Mensch, das Wasser laufen lassen, damit man die Arme abkühlt, oder gleich das ganze Waschbecken füllen? Das hätte ich vielleicht noch von einem Artikel in einer der gängigen Frauenzeitschriften erwartet, aber sicher nicht von der Schrot&Korn. Da gleicht das Umweltbewusstsein der Autorin dann auch nichts mehr aus.



Wie wäre es denn stattdessen, und wenn es denn schon das Armbad sein muss, mit einer Schüssel voll Wasser, das dann nämlich noch zum Blumengiessen verwendet werden kann. Im Büro nicht so der Knaller, das ist klar. Aber da geht es auch anders: Ein Abrieb mit einem Waschlappen klappt auch genauso gut. Den Waschlappen kann man auch prima im Gefrier- oder Kühlfach vorkühlen, dann muss man das Wasser nicht ewig laufen lassen, nur damit es schön kalt ist (man schwitzt dann aber genauso stark wie nach dem Genuss eines stark gekühlten Getränks...einfach nur Wasser tut's auch). In Japan ist es übrigens selbstverständlich, einen Waschlappen (tenugui/face cloth) zur Erfrischung in der Tasche dabei zu haben. Der bewusste Umgang mit Resourcen hört nicht an der eigenen Haustür auf - er sollte auch unterwegs und im Büro selbstverständlich sein.



Ausserdem: Weintrauben (wenn sie Saison haben) einzeln ins Gefrierfach legen - ein toller eiskalter Snack, der auch gleich noch ein bisschen Energie liefert. Kann man auch mit Bananenscheibchen machen.