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7 Schätze für die Haut

Gold, Silber, Perlen und Edelsteine schmücken. Doch sie können mehr. In Kosmetik etwa sorgen die hochkarätigen Zutaten für Pflege und Schönheit. Sieben der edlen Kostbarkeiten stellen wir hier vor. // Astrid Wahrenberg

Wolfühlen - Edle Pflege Sie funkeln im Licht, verlocken mit ihrem Glanz, sind Sinnbild für Reichtum und Wohlstand und stehen als schmucke Kostbarkeit hoch im Kurs: Gold, Silber, Perlen und Edelsteine. Was liegt da näher, als ihre Faszination und Kraft auch in pflegender Kosmetik strahlen zu lassen? Hersteller von Kosmetik setzen seit einigen Jahren auf die Kostbarkeiten in Cremes, Ölen und Kuren.

Dabei unterscheiden sich Art und Weise, wie die hochwertigen Rohstoffe in die Kosmetik eingebracht werden. Eine Methode ist das Einlegen der Schätze in ein Medium wie beispielsweise hochwertiges Öl oder Wasser. Nach Theorie der Steinheilkunde soll hierbei ein Informationstransfer vom Edelstein in das Medium stattfinden, der wiederum die Wirkung ausmacht. Eine andere Aufbereitungsmethode sind rhythmische und spagyrische Prozesse. Bei den rhythmischen Verfahren nach der Lehre der Anthroposophen wechseln sich Ruhe und Bewegung, Licht und Dunkelheit beim Lösen der inhaltlichen Stoffe aus den Steinen ab. Die Spagyrik wiederum ist ein Zweig der Alchemie und basiert auf dem Prinzip trennen und wieder zusammenfügen. Metalle oder Steine werden zerrieben, verbrannt, verascht und in Wasser aufgelöst. So sollen die Botschaften „entschlüsselt“ und die Kräfte für den Körper verwertbar werden. Egal, welcher Prozess und welche edle Zutat gewählt wird, eines ist allen Kosmetika mit Schätzen gemeinsam: ein Hauch von Luxus für die Schönheit.

Gold
Luxus für die Haut

1 Schon seit Urzeiten ist Gold ein Symbol für die Sonne. Ebenso lange gibt es die Idee, sich mittels des Metalles zu verschönern. Im alten Orient trugen hochgestellte Persönlichkeiten zu besonderen Anlässen Goldpuder im Bart und die alten Ägypter, Männer wie Frauen, bestäubten damit ihre Brustwarzen. Das glänzende Edelmetall bricht und reflektiert das Licht. Es lässt die Haut daher glatter und ebenmäßiger aussehen. So lassen sich kleine Fältchen optisch wegschummeln. Für naturkosmetische Cremes wird Blattgold in aufwendigen rhythmischen oder spagyrischen Prozessen aufbereitet. Die Vorstellung, dass in solchen Cremes pures Gold steckt, ist also falsch. Bei den speziell aufbereiteten Substanzen steht nach Angaben der Hersteller solcher Gold-Kosmetika nicht die Menge oder die Konzentration des Stoffes im Vordergrund, sondern der Impuls, den er vermittelt. Die „vergoldete“ Kosmetik regt – so die Produktbeschreibung – die Regeneration der Haut an und wirkt belebend.

Dekorativer Glanz

Den natürlichen Glanz- und Anti-Aging-Effekt von Gold nutzt die Kosmetik bei Lidschatten und Lippenstiften.

Silber
Mit schützendem Effekt

2 Das Mondmetall Silber wirkt keimtötend. Das hatten schon die Menschen im Altertum entdeckt. Mit einer Silbermünze im Krug blieb etwa die Milch länger frisch. Silber gilt heute als wirksame Waffe gegen Krankheitserreger bei großflächigen Wunden, zum Beispiel mit Brandwundauflagen. Spezialkleidung mit Silber ausrüstung kann Neurodermitikern helfen. Das Edelmetall wirkt gegen ein Bakterium, das die empfindliche Haut reizt. Der Einsatz in Kosmetik liegt auf der Hand: Salben und Lotionen mit Silber sollen angegriffene, gerötete und juckende Haut beruhigen. In konventionellen Produkten werden teilweise Silberpartikel in Nanogröße, das heißt in winzig kleinen Einheiten, eingesetzt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät allerdings wegen fehlender Datenlage von diesen Nanogrößen in Kosmetik ab. Sie könnten über die Haut in den Körper gelangen und dort unerwünschte Wirkung entfalten. Naturkosmetik geht auf Nummer sicher: sie arbeitet mit Silberpartikeln, die größer als Nano sind.

Angenehmer Duft

Silber wirkt in Deodorants gegen schweißzersetzende Bakterien. Sie sind der Grund, dass Schweiß unangenehm riecht.

Bernstein
Irgendwie magisch

3 Bernstein ist eigentlich kein richtiger Stein, dennoch ist er ein beliebtes Schmuckelement. Seinen Namen hat er vom niederdeutschen „bernen“ für brennen, denn er ist brennbar. Er besteht aus Millionen Jahre altem, urzeitlichem Baumharz, das über Jahrmillionen unter Luftabschluss und Druck zu hellgelbem, honig- oder orangefarbenem, braunem oder milchig gel-bem Bernstein wurde. Große Vorkommen davon finden sich in Russland, an den Küsten der Ost- und Nordsee. Es gibt auch Bernstein aus den Tropen. Diese seltene Sorte hat eine Blaufärbung. Schon in der Antike galt Bernstein als Heilmittel, etwa gegen Fieber. Das Baumharz wurde zermahlen für die innere Einnahme und in Räucherritualen verbrannt. Er sollte auch vor bösem Zauber, Hexen und Dämonen schützen. Wir kennen heute Bernsteinketten für Babys – als Zahnungshilfe eingesetzt. Außerdem soll er gesunde Gelenke und guten Schlaf fördern, sowie die Wundheilung verbessern. Die Naturkosmetik setzt auf Bernstein, um dem Teint neue Strahlkraft zu verleihen. Davon kann vor allem müde, fahle und schlecht durchblutete Haut profitieren.

Erhellende Momente

In der Steinheilkunde gilt Bernstein als Lichtbringer, Stein der Geborgenheit und des Vertrauens.

Perlen
Glänzend, rund und inhaltsreich

4 Perlen sind wahre Kunstwerke der Natur: Sie wachsen in Meeres- oder Süßwassermuscheln langsam Schicht für Schicht über Zeiträume von vier bis fünf Jahren. Am Ende fügen sich bis zu tausend feine Plättchen zusammen. Warum eine Muschel eine Perle bildet, weiß man nicht mit Sicherheit. Eine Theorie: Die Muschel verkapselt damit eingedrungene Fremdkörper. Im übertragenen Sinn gilt die Perle daher als Bollwerk gegen äußere Einflüsse. Für Kosmetik werden fein gemahlene Perlen eingesetzt, in Naturkosmetik auch in verdünnter rhythmisierter Form oder als spagyrische Essenz. Die wertvollen Inhaltsstoffe sollen die Haut als Abgrenzungs- und Ausscheidungsorgan stärken. Perlen bestehen vor allem aus Eiweißen sowie Mineralstoffen und Spurenelementen, darunter Magnesium, Kalzium, Zink, Eisen und Selen. Das sind wichtige Substrate für die Haut. Perlen in naturkosmetischen Produkten helfen der Haut, Feuchtigkeit zu binden und stärken sie zugleich auf elegante und sanfte Weise.

Rosenquarz
Rosig für Haut und Herzensdinge

5 Rosenquarzkristalle sind nicht selten. Ergiebige Fundorte liegen in Brasilien, Indien, Afrika und Madagaskar. Der zartrosa Stein kann milchig trüb bis klar durchscheinend aussehen. In der Steinheilkunde gilt Rosenquarz als Stein der Liebe, er ist allen Herzensdingen zugeordnet. Auf körperlicher Ebene soll Rosenquarz Herz und Kreislauf stärken. Ihm wird eine blutdruckstabilisierende und durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt. Steinheilkundlerin Monika Grundmann beschäftigt sich mit den Kräften, die Rosenquarz und anderen Edelsteinen innewohnen. „Biofeedback-Geräte, die mit Computertechnologie arbeiten, zeigen eine Veränderung der Haut, wenn ein Pflanzenöl aufgetragen wird, in das zuvor Edelsteine eingelegt waren“, ist sie überzeugt, auch wenn die Methode nicht wissenschaftlich anerkannt ist. Die Naturkosmetik setzt den rosa Stein kombiniert mit Bio-Jojobaöl und naturreinen ätherischen Ölen für die Massage und Körperpflege ein. Im Edelsteinöl werden so zwei naturkundliche Ansätze vereint: Steinheilkunde und Aromatologie. Öle mit Rosenquarz sollen die Haut nähren, regenerieren und allgemein stärken.

Die Steinheilkunde erklärt

Rosenquarz stärkt die Bindungs- und Liebesfähigkeit. Er hilft über Enttäuschungen und alte Verletzungen hinweg.

Granat
Leuchtende Kraft

6 Granat ist ein Sammelname für verschiedene Edelsteine mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Der Name kommt vom lateinischen Wort für Korn „granum“ und bedeutet körnig. Das trifft sowohl auf die kornähnliche, runde Form der Steine zu als auch auf ihre innere Struktur. Zwar ist Rot die häufigste Farbe, es gibt aber auch Varietäten in leuchtenden Gelb-, Orange- und Grüntönen. Diese bunte Farbvielfalt stammt heute meist aus Minen in Afrika. In Indien – ehemals häufigster Ursprungsort von Granaten – ist der Stein Inbegriff des befreienden Urfeuers und der Verwandlung. Früher galt er wegen seiner Leuchtkraft auch als Talisman und Schutzstein vor diversem Unbill. Wie Rubin und Rosenquarz gehört auch der Granat in die Gruppe der Heilsteine, die Lebensfreude, Kraft und Selbstvertrauen fördern sollen. Man sagt ihm nach, dass er Widerstand, Ausdauer und Durchhaltevermögen stärkt und dem Körper beim Regenerieren hilft. Die Naturkosmetik setzt ihn in Edelstein-ölen, Cremes und Masken ein.

Im Volksmund: Karfunkel

Die Kraft des Granats soll die Persönlichkeit stützen: Energie aufbauen, das Ego zügeln, Illusionen aufgeben helfen.

Rubin
Facettenreich und stark

7 Rubine haben viele farbliche Facetten. Das Repertoire reicht von Tiefrot über Braunrot, Purpur bis Rosarot. Besonders begehrt ist ein intensives Rot mit einem Stich ins Bläuliche, Fachleute nennen es Taubenblutrot. Die leuchtenden Steine zeichnen sich durch extreme Härte aus, die nur vom Diamanten übertroffen wird. Echte Rubine sind rar und gute Qualitäten extrem teuer. Die meisten Steine kommen aus Asien, zum Beispiel aus Myanmar, Thailand und Sri Lanka. Rubine verkörpern die Kraft der Liebe, des Lebens und der Freude. Sie symbolisieren starke Gefühle wie beispielsweise die Leidenschaft. Ihre Kraft soll körperlich und geistig aktivierend wirken. Wegen seiner intensivroten Farbe wird der kostbare Stein körperlich dem Blut zugeordnet und kann seine Heilkraft auch in diesem Bereich entfalten. Spagyrische naturkosmetische Pflegelinien mit Rubin werden für die reife Haut und zur Narbenbehandlung empfohlen. Auf der Haut soll Rubin zellaktivierend wirken, der Hautalterung vorbeugen und neue Energie geben.

Einfach königlich

Schon seit der Antike gehört der Rubin zu den besonders seltenen und damit auch teuren Edelsteinen.

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Waltraud Meger
Ich warn beeindruckt. Wahrscheinlich sind die Kläranlagen in Zukunft die neuen Erzbergwerke

Schon heute enthält Klärschlamm viele Schwermetalle.