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Ich schenk dir eine Massage!

Wer eine Massage verschenkt, verschenkt eine kleine Auszeit – Wärme, Wohlgefühl und Entspannung. Das Schöne daran: Für jeden Typ gibt es die passende Behandlung. // Doris Burger

Massage Geschenke sollen individuell sein, charmant und liebevoll ausgesucht, genau passend für diese eine Person. Am besten auch überraschend: „Oh, darauf wäre ich nie gekommen.“ Am schönsten verschenkt sich natürlich ein Hauch von Luxus, eine Stunde, die nur dem persönlichen Wohlbefinden gewidmet ist. Was würde sich da besser eignen, als eine Massage? Die Schwierigkeit ist nur, die richtige auszuwählen. Das heißt: Welche Massage passt zu welchem Typ? Da wäre zum Beispiel Freund Max, leidenschaftlicher Biker und großer Snowboardfahrer. Er würde sich bestimmt über einen Gutschein für eine klassische Massage freuen, die ihn nach dem Silvesterurlaub auf der Piste wieder fit fürs Büro macht.

Massage nur vom Fachmann

Eine gute Massage entspannt die Muskulatur und fördert die Regeneration. „Die Abbauprodukte des Stoffwechsels, zum Beispiel die Milchsäure, müssen abtransportiert werden. Durch die Verschiebung des Gewebes wird es stärker durchblutet, sodass diese Produkte ausgeleitet werden können“, erklärt die Masseurin Sandra Backhaus (s. Interview). Wärme unterstützt den Prozess – genau wie reichlich Wasser zum Trinken nach der Behandlung. In Massagepraxen, den meisten großen Bädern, Thermen und Saunen kann man klassische Massagen buchen. Fachkundig ausgeführt werden sie von medizinischen Bademeistern und Masseuren, was in Deutschland eine dreijährige Ausbildung bedeutet. Aber auch Physiotherapeuten können massieren – und tun dies häufig auch, zum Beispiel in guten Hotels und Fitnessstudios. Angeboten werden Teil- oder Ganzkörpermassagen. Auch Teilmassagen, zum Beispiel für Schultern und Nacken, sollten mindestens zwanzig Minuten dauern, um wirken zu können. Die Kosten richten sich nach der Behandlungszeit, üblich ist ein Euro pro Minute. In eleganten Ressorts und Spas kann es schon einmal mehr sein. Dafür ist hier das Ambiente meist luxuriöser und das Rahmenprogramm ausgefeilter. Da grüßt dann schon mal ein Buddha im Vorraum zum „Bodycare-Bereich“, im mächtigen Bilderrahmen weht Blattgold im sanften Wind, und für den Tee zwischendurch blubbert und dampft ein Samowar. Genau das richtige für Schwiegermutter Silvia, die es gerne etwas exklusiver mag.

Massagen von klassisch bis exotisch

Oft darf der Gast vor der Behandlung zwischen verschiedenen Ölen wählen, je nach Bedürfnis und Gefühl. Soll es eher entspannend oder anregend sein, ausgleichend oder stärkend? Düfte wirken unmittelbar auf unsere Sinne, und so kann mit einem passenden Duft die Wirkung der Massage unterstützt werden. Die klassische Massage mit Aromaöl, auch Aromamassage genannt, gehört zu den beliebtesten und häufigsten Massagen.

Daneben gibt es, je nach Bedarf und aktueller Mode, auch eine ganze Reihe von „Exoten“, wie zum Beispiel die Ayurveda-Massagen. Ayurveda ist eine rund 5000 Jahre alte ganzheitliche Heilkunst aus Indien, und die ältesten Dokumente zur Massage belegen rund 3 500 Jahre Erfahrung. Das Öl spielt dabei eine zentrale Rolle. Bekannt ist der Stirnguss „Shirodara“, bei dem ein gleichmäßiger warmer Ölstrahl sanft über die Stirn geführt wird. Unter „Abhyanga“, der „Massage mit Öl“, versteht man eine Ganzkörpermassage mit speziellen Massagegriffen entlang der Meridiane, den Kanälen, in denen nach Vorstellung der östlichen Medizin die Energie fließt. Mit der Massage sollen Blockaden gelöst und der Energiefluss gestärkt werden.

Massage (Fotolia.com)Ob eine Ayurveda-Massage auch etwas für Freund Sven wäre? Nein, denn er ist eher ein trockener Typ – mit einer Öl-Massage oder gar einem Mantra-Spruch könnte man ihn auf Dauer verschrecken. Damit scheidet auch die „Lomi Lomi Massage“ aus, eine Hawaiianische Tempeltanz-Massage, die mit sanften Streichungen ausgleichen und harmonisieren soll. Nein, besser ist für ihn eine kräftige Thai-Massage: Mit Dehnungen und dem rhythmischen Druck von Handballen, mit Daumen, Knien, Ellenbogen und Füßen arbeitet der Therapeut sich an den Energiebahnen des Körpers entlang.

Für Svens verfrorene, ewig gestresste Freundin Ines dagegen gibt es nur eines: eine Hot Stone Massage. Hier werden die Muskeln durch die Wärme von aufgeheizten Basaltsteinen entspannt. Bei der La-Stone-Variante werden zusätzlich gekühlte Marmorkugeln verwendet, die den Heiß-Kalt-Reiz noch verstärken.

Und was tun wir für Freundin Brigitte, die Weltenbummlerin, die auch gerne einmal etwas Neues ausprobiert? Wir entführen sie in die Welt von 1001 Nacht: in ein Hamam. Dort bekommt sie eine kräftige Abreibung mit Seidenhandschuh und Kernseife, von einem zünftigen „Tellak“, wie der Bademeister im Hamam genannt wird. Diese Behandlung macht nicht nur die Haut seidenzart, sondern auch die Seele – und das ist eigentlich das schönste Weihnachtsgeschenk.

Was beachten bei der Massage?

Zeit mitbringen
Lassen Sie es ruhig angehen: Wenn
Sie abgehetzt eintreffen, ist ein Teil des positiven Effektes schon verloren. Lieber relaxt noch eine Tasse Tee trinken und das gute Gefühl genießen.

Richtig bekleidet
Erkundigen Sie sich nach dem Ablauf der Behandlung: Werden Sie sich bis zum Slip ausziehen (bei Ölmassagen eventuell um einen Einwegslip bitten) oder ist leichte Kleidung passend? Die Methode sollte Ihnen spontan zusagen.

Alles in Ordnung?
Auch während der Massage sollten Sie Wünsche äußern. Ein guter Therapeut geht darauf ein. Er wird Sie auch von sich aus fragen, ob Sie gut liegen und ob der Griff und die Stärke Ihnen zusagen.

Nachklang
Wenn möglich, sollten Sie die Massage auch entspannt ausklingen lassen und danach keine engen Termine setzen. Am besten ist es, sich noch etwas Ruhe zu gönnen und reichlich Kräutertee oder Wasser zu trinken.

Interview

„ Entspannen, zur Ruhe kommen, eine kleine Auszeit nehmen …“

Sandra BackhausSandra Backhaus, 38, ist staatlich geprüfte
Masseurin und Bade-meisterin und seit sechs Jahren selbstständig, in Gaienhofen und auf der Halbinsel Höri.
Foto: Doris Burger

Sie haben sich auf mobile Massagen spezialisiert. Warum?

Heutzutage sind viele Menschen dauernd unterwegs und können es sehr genießen, einmal zu Hause zu sein – und zu Hause bleiben zu können. Dadurch haben sie mehr Zeit, um vorab zu entspannen und auch nach der Behandlung auszuruhen. Auch bei den Behandlungen im Büro zählt in erster Linie der Zeitvorteil.

Wer sind Ihre Kunden?

Vor allem Geschäftsleute, die die ganze Woche unterwegs sind. Ein Paar aus dem Stuttgarter Raum hat hier ein Ferienhaus, sie buchen mich auch für ihre Gäs-te häufig. Daneben habe ich ältere Frauen als Kunden, die nicht mehr so mobil sind. Der dritte Bereich sind die Geschenke: beispielsweise habe ich ein Ehepaar massiert, denen Freunde eine Reihe von Behandlungen zur Goldenen Hochzeit geschenkt haben. Die konnten sie dann ganz ohne Stress bei sich zu Hause genießen.

Was wird am häufigsten gebucht?

Zumeist werden klassische Massagen gebucht, die ich am liebsten mit einer Wärmebehandlung kombiniere. Die Wärme unterstützt den positiven Effekt der Massage, sie steigert vor allem die Durchblutung. Bei den Kunden zu Hause kann ich heiße Rollen machen oder die Lavasteine erwärmen, mit denen ich auch massiere. Daneben werden Fußreflexzonenmassagen gewünscht. Die Fußreflexzonenmassage wirkt ausgleichend und entspannend, sie reguliert die Verdauung und regt das Lymphsystem an. Die Kunden gehen und sagen: „… als seien mir Flügel gewachsen“.

Sie arbeiten auch mit dem mobilen Massagestuhl?

Ja, der ist vor allem im Büro sehr praktisch. Aber auch Schwangere können darauf perfekt entspannen. Das geht bis kurz vor der Entbindung.

Für wen ist eine klassische Massage geeignet?

Für jeden, der einmal etwas für sich tun möchte: entspannen, zur Ruhe kommen, eine kleine Auszeit nehmen. Empfindlich bin ich, wenn jemand „zwischendurch noch schnell die Massage machen möchte.“ Eingeklemmt zwischen anderen Terminen funktioniert das nicht. Man kann von einer Behandlung keine Wunder erwarten.

Arbeiten Sie auch im therapeutischen Bereich?

Im therapeutischen Sektor behandle ich nach „Dorn Breuss“, das kann man sich als sanfte Alternative zur Chiropraktik vorstellen. Aber auch die klassischen Massagen haben einen therapeutischen Wert, sie lindern Durchblutungsstörungen und Verspannungen und bauen Stress ab.

Bücher und Links

Costa, Larry

Costa, Larry:
Massage
Dorling Kindersley Verlag, 2012, 160 Seiten, 9,95 Euro

  Wagner, Franz

Wagner, Franz:
Reflexzonen-Massage
Gräfe und Unzer, 2009, 96 Seiten, 6,99 Euro

www.wellnessverband.de
Webseite des Deutschen Wellnessverbandes mit einem ausführlichen Wellnesslexikon und zahlreichen Tipps zu Massagen und anderen Anwendungen.

www.wellness-fachverband.de
Webseite des Fachverbandes Wellness, Beauty und Gesundheit e.V. mit Informationen zu Themen aus vielen Wellness-Bereichen und einem Überblick über verschiedene Massagearten.

www.rhythmischemassage.com
Webseite des Berufsverbandes Rhythmische Massage nach Dr. Ita Wegman mit Therapeutenfinder. Der Rhythmischen Massage liegt die anthroposophische Menschenkunde und Krankheitslehre nach Rudolf Steiner und Ita Wegman zugrunde.

www.biohotels.info
Webseite der Bio-Hotels, von denen viele auf Wellness und Medical Wellness spezialisiert sind und für ihre Anwendungen naturkosmetische Produkte einsetzen. Unter „Hotels und Unterkünfte“ auf „Urlaubsthemen“ klicken.

www.thai-spa-verband.de
Webseite der qualitätsorientierten Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V. mit einer nach Postleitzahlen geordneten Adressenliste der Mitglieder.

Kommentare

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incl. 'http://'
Sophia Schmidt
Leider bietet der Artikel nur wenige neue Erkenntnisse, habe mir mehr versprochen. Dafür Plattitüden, Binsen, nur hinlänglich Bekanntes. Der Text hätte auch schon vor zehn Jahren erscheinen können. Fazit: Lau und mager, schade.