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Ein Lächeln für den Zahnarzt

Gesunde Zähne sind nicht nur attraktiv – als Teil des Körpers beeinflussen sie die Gesundheit des ganzen Organismus. Die ganzheitliche Zahnmedizin behandelt deshalb nicht nur die Zähne, sondern den ganzen Menschen. // Jutta Krause

Zähne Schöne Zähne zeigt man gern – etwa mit einem gewinnenden Lächeln! Das kann Türen öffnen und erhöht die Erfolgsaussichten – nicht nur beim anderen Geschlecht, sondern auch im Beruf. Ob nur ebenmäßige, strahlend weiße Zähne schön sind oder ob individuelle Unebenheiten und natürliche Färbung ebenfalls anziehend sein können, sei dahingestellt. Eins müssen schöne Zähne indes auf jeden Fall sein: gesund.

Enger Zusammenhang

Zahngesundheit wirkt sich entscheidend auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des gesamten Körpers aus, denn zwischen Mundhöhle und Organen bestehen vielfältige Verbindungen und Wechselwirkungen: Zähne und Kiefer sind Teil des Skeletts, über Blutbahnen und Energielinien (Meridiane) ist das Mundinnere eng mit anderen Bereichen des Körpers verbunden.

Ein alternativer Zahnarzt ermittelt mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik bei jedem Patienten die akuten oder chronischen Belastungen durch Störfaktoren und Krankheitsherde. Aus der Zusammenführung der Ergebnisse entsteht dann ein individuelles Therapiekonzept, das schulmedizinisches Arbeiten mit Methoden der Naturheilkunde, wie beispielsweise Akupunktur, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Hypnose und Magnetfeldtherapie, verbindet.

Das nötige Wissen dafür erwerben sich ganzheitlich orientierte Zahnärzte durch Zusatzausbildungen in Bereichen wie Immunologie, Orthopädie und Umweltmedizin. Sie arbeiten zudem eng mit Heilpraktikern, Physio- und Psychotherapeuten und Osteopathen zusammen. Ganz wichtig: Vorbeugung in Form von Mundhygiene wird auch in der alternativen Zahnheilkunde ganz großgeschrieben!

Schon Zahnbeläge können zu gesundheitlichen Problemen führen. Denn im Belag tummeln sich Bakterien, die nicht nur Parodontitis (Entzündung von Zahnfleisch und Kieferknochen) verursachen. Gelangen sie in den Blutkreislauf, können sie bakterielle Lungenentzündungen oder Herz-Kreislauferkrankungen auslösen. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen chronischen Infektionen im Mund und arteriellen Ablagerungen, die durch die von den Bakterien produzierten Substanzen entstehen.

Über Meridiane verbunden

Eine chronische Blasenentzündung, die erst ausheilt, wenn der kranke Schneidezahn behandelt wurde? In der ganzheitlichen Zahnmedizin werden solche Phänomene, die in der herkömmlichen Zahnarztpraxis kaum Beachtung finden, immer wieder bestätigt. Kranke und "tote" Zähne, deren Nerv durch eine Wurzelbehandlung abgetötet wurde, können Krankheitsherde oder Störfelder sein, die Organleiden oder chronische Schmerzen verursachen.

Aus ganzheitlicher Sicht bestehen direkte Wechselwirkungen zwischen den jeweiligen Zähnen und Organen, die über Meridiane miteinander verbunden sind. Ein kranker Zahn kann in den betreffenden Organen Beschwerden verursachen. Umgekehrt können kranke Organe auch die Ursache von Zahnschmerzen sein, für die sich keine Ursache im Mund findet. Mit Verfahren wie Bioresonanztherapie und Elektroakupunktur ergründet die ganzheitliche Zahnmedizin diese Zusammenhänge und bezieht sie in die Behandlung mit ein.

Darüber hinaus werden Zähne und Kiefer auch von Haltungsschäden beeinflusst. Kieferfehlstellungen und Verspannungen des Kiefergelenks können im Gegenzug auch zu Nackenverspannung, Rückenbeschwerden bis hin zum Beckenschiefstand, Kopfschmerzen, Schwindel und Tinnitus führen. Spätestens wenn die Zähne stressbedingt allnächtlich aufeinandergepresst werden, um die Anspannung des Tages abzubauen, sind sie in ernster Gefahr, kaputt zu gehen. Statt der herkömmlichen Symptombehandlung geht der ganzheitliche Ansatz diesem weitverbreiteten Übel auch mit Osteopathie, Physiotherapie und Entspannungstraining an die Wurzel.

Auch Materialien in Füllungen, Kronen, Brücken oder Implantaten sind häufige unerkannte Ursachen für chronische Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen. Das quecksilberhaltige Amalgam ist in der ganzheitlichen Praxis natürlich tabu, doch können auch andere Dentalmaterialien bei manchen Patienten Unverträglichkeitsreaktionen wie Müdigkeit, Allergien oder chronische Abwehrschwäche auslösen. In der ganzheitlichen Praxis werden deshalb stets Materialverträglichkeitstests durchgeführt. Damit wird gewährleistet, dass nur das Material in den Mund des Patienten gelangt, das er tatsächlich verträgt. Auch bereits vorhandene Materialien werden kritisch überprüft und in der Gesamtdiagnose berücksichtigt.

Die ganzheitliche Zahnmedizin bezieht diese Zusammenhänge in Diagnose und Behandlung mit ein und widmet sich dem ganzen Menschen – mit dem Ziel, dessen Gesamtgesundheit über gesunde Zähne zu verbessern. Grund genug für ein schönes Lächeln!

Vier Tipps für die Mundhygiene

Gründliches Putzen
Mindestens zwei Mal täglich Zähne putzen: Etwa drei Minuten lang mit wenig Druck von Rot nach Weiß. Einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide von Ablagerungen befreien.


Richtiger Zeitpunkt
Nach Süßem oder stärkehaltigen Speisen am besten gleich Zähne putzen. Bei säurehaltigem Essen oder Getränken ist es besser, eine Stunde zu warten. Die Säure greift den Zahnschmelz leicht an, beim Putzen könnten sich Partikel lösen.


Umfassende Mundpflege
Mit einem Zungenschaber die raue Zungenoberfläche vorsichtig von bakterienhaltigen Belägen befreien. Das hilft auch gegen Mundgeruch und verbessert die Geschmackswahrnehmung.


Schonend reinigen mit Öl
"Ölziehen" reinigt die Mundschleimhäute. Dazu morgens einen Esslöffel Pflanzenöl mehrere Minuten im Mund bewegen und durch die Zahnzwischenräume ziehen. Nicht schlucken! Ausspucken, ausspülen und gründlich Zähne putzen!

Interview

Ganzheitliche Zahnmedizin: Der gesamte Organismus ist wichtig

Christa MüllerDr. med. dent. Wolfgang H. Koch ist Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e.V. und betreibt mit Kollegen eine ganzheitlich orientierte Gemeinschaftspraxis in Herne.

Wie unterscheidet sich die Behandlung beim ganzheitlichen Zahnarzt von der bei einem herkömmlichen Zahnarzt?

Die Basis ist auch bei uns die Schulzahnmedizin, das heißt, wir schauen uns genau an, was der Patient in der Mundhöhle hat. Wo aber ein normaler Zahnarzt nur eine Krone registriert, gucken wir sehr genau, aus welchem Material die Krone ist und wie sie verarbeitet wurde, da von ihr Belastungen ausgehen können. Wir fragen grundsätzlich jeden Patienten nach seinen Beschwerden – nicht nur im Mundraum, sondern im gesamten Organismus. Mit umfangreicher Anamnese und modernen diagnostischen Methoden können wir so ein klares Bild der jeweiligen Belastungssituation bekommen.

Bei welchen typischen Beschwerden sollte man auf jeden Fall auch an die Zähne denken?

Das ist eine Frage der Veranlagung des Patienten und hängt von vielen Faktoren ab. Typisch sind etwa Allergien, Stoffwechselerkrankungen und Entzündungsgeschehen im Körper. Aber auch psychische Veränderungen können durch Materialien aus der Mundhöhle hervorgerufen werden.

Viele Patienten haben Angst vor Amalgam im Mund. Was können sie tun?

Es ist völlig unstrittig, dass sich Quecksilber aus den Füllungen löst und im Organismus ablagert. Die Frage ist nur, ob diese geringen Mengen bei individuellen Patienten Folgeerkrankungen hervorrufen. Das konnten wir früher nicht im Vorfeld diagnostizieren und entsprechend wurde bei allen chronisch kranken Patienten vorsichtshalber das Amalgam entfernt.

Mittlerweile können wir mit umweltzahnmedizinischen Methoden testen, ob eine individuelle Belastung vorliegt. In diesem Fall sollte das Amalgam fachgerecht entfernt und der Organismus entgiftet werden.

Gibt es auch eine ganzheitliche Zahnpflege? Worauf sollten die Patienten achten?

Das beginnt bei der Zahncreme, deren Bestandteile von der Mundschleimhaut aufgenommen werden. Wir raten deshalb vor allem bei Allergikern zu Naturprodukten, die nicht mit Chemie belastet sind. Für gesundes Zahnfleisch ist eine vitalstoffreiche Ernährung extrem wichtig. Es gehen heute auch viele Zähne dadurch kaputt, dass Patienten nachts den Stress des Tages mit den Zähnen verarbeiten. Da gilt es, die Stressphänomene in den Griff zu bekommen.

Ganzheitlich geht es also nicht nur darum, die Beläge zu entfernen, sondern die Zähne auch von innen heraus über gesunde Ernährung und Stressmanagement gut zu behandeln.

Bücher und Links

Lechner, JohannLechner, Johann:
Gesunde Zähne – gesunder Mensch.
Zabert Sandmann
Verlag, 2009,
192 Seiten, 19,95 Euro

Riedl, RudolfRiedl, Rudolf:
Sanfte Medizin für schöne Zähne.
Schirner Verlag,
2006, 275 Seiten,
8,95 Euro

www.gzm.org
Die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin e.V. (GZM) setzt sich in der Zahnmedizin dafür ein, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Die Webseite bietet eine Suchfunktion für ganzheitlich arbeitende Zahnärzte.

www.cmd-dachverband.de
Interessant für alle, die die Zähne zusammenpressen, Fehlbiss oder Probleme mit Kiefergelenk und Kaumuskulatur haben. Der Dachverband verfolgt bei der Therapie einen ganzheitlichen Ansatz.

www.bnz.de
Der Bundesverband der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte in Deutschland e.V. (BNZ) fördert die Natur- und Erfahrungsheilkunde innerhalb der Zahn- und Kieferheilkunde. Mit zahlreichen Infos und Zahnarzt-Suchfunktion.

www.portal-der-zahnmedizin.de
Die Webseite gibt unter anderem auch Aufschluss über verschiedene naturheilkundliche Therapieansätze in der ganzheitlichen Zahnmedizin.

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Dr. Dloczik
Es gibt auch Ganzheitliche Kieferorthopädie, Hauptseite www.gko-online.de

Leider ist auch dies nicht frei von Blendern, die mit dem Suchwort „ganzheitlich“ locken und dann doch gern feste Zahnspangen einbauen („Ökostrom“ von AKW-Betreibern lässt grüßen)!

Andererseits wird auch hier in die Alternativmedizin verschoben, was früher Schulmedizin war: mit dem Wachstum arbeiten, statt in Form zu zwingen. Bis in die 80er Jahre erfolgte Kieferorthopädie in Europa überwiegend mit herausnehmbaren 2- oder 1-teiligen Zahnspangen im Kindesalter. Dies war risikoarm, individuell und relativ kostengünstig.

Obwohl diese weiterentwickelt wurden, dominieren heute einflussreiche Hersteller stattdessen mit der risikoträchtigen Fertigteil-Technologie der festen Spangen den Markt, die Medien und die Fortbildung.



Viele Grüße, Dr. Larissa Dloczik www.zwanglose-zahnspangen.de