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Ausbildung verbessern

Schrot&Korn: Wohin soll ein Patient gehen, zum Arzt oder zum Heilpraktiker?

Rainer Matejka: Das kommt auf das Beschwerdebild und die bisherige Krankheitsgeschichte an. Liegt keine oder nur eine unvollständige Diagnose vor, empfehle ich einem Patienten, sich zuerst an den Arzt zu wenden. Der hat das schulmedizinische Know-how und die entsprechenden Geräte. Steht die Diagnose oder hat, vor allem bei chronischen Beschwerden, die Schulmedizin nicht helfen können, sollte sich der Patient frei fühlen, einen Heilpraktiker oder einen naturheilkundlichen Arzt zu wählen.

Schrot&Korn: Wie kann ein Laie erkennen, ob der Arzt oder Heilpraktiker gut ist?

Rainer Matejka: Wichtig ist, dass die Chemie zwischen Patient und Therapeut stimmt. Und dass die Aussagen des Therapeuten für einen selbst plausibel und nachvollziehbar sind. Vorsicht ist geboten, wenn jemand bei schweren oder langwierigen Erkrankungen eine schnelle und einfache Heilung verspricht oder schon nach zwei Minuten die Lösung erkannt haben will. Wer seriös arbeitet, macht keine Heilversprechen. Die Ausbildung ist bei beiden Berufen verbesserungswürdig. Bei den Heilpraktikern fehlt ein einheitlicher Standard, bei den Medizinern kommt die Naturheilkunde im Studium praktisch nicht vor, spätere Zusatzausbildungen sind theorielastig. Dennoch gibt es in beiden Berufen viele gute Heilkundige, aber auch einige schwarze Schafe. Wie überall.

Schrot&Korn: Wann wird Naturheilkunde endlich voll von den Kassen bezahlt?

Rainer Matejka: Sinnvoll wäre, den Kassen mehr Gestaltungsfreiheit im Einzelfall zu geben statt die Kostenerstattung bei vielen Therapieformen von vorne herein zu verbieten.

 

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