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ABC der Naturkost

ABC der Naturkost


Fettsäuren

Mit einem Anteil von 95 Prozent sind Fettsäuren (FS) Hauptbestandteil von Fetten und Ölen. Unterteilt werden FS in gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte FS. Man kann sich das vorstellen wie Akrobaten im Zirkus, die sich an Händen und Füßen gefasst halten und durch die Luft schwingen. Die, die keine Hand mehr freihaben, um etwas zum Essen zu ergreifen, sind „ungesättigt“. Doch Hunger macht reaktiv, und daher lösen sie gern eine Verbindung: Ungesättigte Fettsäuren sind also nicht sehr stabil. Gesättigte FS wie z.B. Butter-, Palmitin- und Stearinsäure finden sich überwiegend in tierischen Fetten. Diese und einige einfach ungesättigte FS, wie beispielsweise Ölsäure, baut der Körper selbst auf. Mehrfach ungesättigte FS wie Linol- und Eicosapentaensäure kann der Körper nicht selbst herstellen. Diese essentiellen FS müssen mit der Nahrung über pflanzliche Öle und Fette oder Fisch zugeführt werden, da der Organismus sie für viele Stoffwechselvorgänge dringend benötigt. Bei Empfehlungen zum Fettverzehr wird mehr zu pflanzlichen als zu tierischen Fetten geraten.

Bei der chemischen Umwandlung von flüssigem Öl in ein streichfähiges oder festes Fett entstehen so genannte Transfettsäuren. Diese FS, enthalten in Kartoffelchips, Nougatcreme, Brat- und Frittierfett, erhöhen ebenso wie die gesättigten FS den Cholesterinspiegel. Sie zählen daher zu unerwünschten Nahrungsbestandteilen.

Fettsucht

Die Fettsucht (Adipositas) ist eine Krankheit, die durch Unterfunktion bestimmter Hormondrüsen erzeugt werden kann. Bei 90 Prozent der Adipösen jedoch liegen falsche Ernährung, Bewegungsmangel, seelische Probleme, negative Effekte durch häufige Diäten oder Esssucht vor. Dadurch funktionieren Stoffwechsel, Fettverbrennung sowie das Sättigungsgefühl nicht mehr optimal. Extremes Übergewicht birgt ein hohes Risiko für schwere Folgeerkrankungen: Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall und Zuckerkrankheit.

Ob ein Mensch unter Fettleibigkeit leidet, lässt sich errechnen: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Liegt der errechnete Wert über 30, dann spricht man von einer Fettsucht. Bsp.: Wiegt ein 1,75 Meter großer Mensch 95 Kilogramm, so liegt der Wert bei 31 (95 ÷ 1,752 = 31). Eine dauerhafte Ernährungsumstellung (kalorienarme, kleine Mahlzeiten) sowie ausreichend Bewegung sind neben der ärztlichen Betreuung unumgänglich.

Fleisch

Fleisch liefert Eiweiß, Eisen, Zink, Selen sowie B-Vitamine. Wer sich den Genuss nicht durch BSE, Dioxin oder ähnliche Skandale trüben lassen will, greift auf Biofleisch zurück. Seit August 2000 darf Fleisch nur mit dem Zusatz „Bio“, „Biologisch“, „Öko“ oder „Ökologisch“ bezeichnet werden, wenn es sich um Biofleisch nach den Richtlinien der EG-Bio-Verordnung zur Ökologischen Tierhaltung handelt. Bio-Höfe dürfen nur eine bestimmte Anzahl an Tieren halten, die an die landwirtschaftliche Nutzfläche gebunden ist. Die Tiere bekommen Futter aus biologischem Anbau. Tiermehl sowie importierte Futtermittel wie Gensoja sind verboten. Präventive Medikamente, Antibiotika oder Leistungsförderer dürfen dem Futter ebenfalls nicht zugegeben werden.

Darüber hinaus müssen die Tiere ihrer Art entsprechend gehalten werden. Sie haben Auslauf, in den Ställen Liegeflächen und Schweine auch Wühlflächen. Das Aufstellen von Rindern und Schweinen auf Spaltenböden ist genauso verboten wie die Käfighaltung bei Geflügel. Die Jungtiere für die Mast müssen aus der eigenen Nachzucht oder von anderen Biohöfen stammen. Bei Transporten wird auf weite Wege verzichtet und bei der Weiterverarbeitung des Fleisches bleiben synthetische Zusatzstoffe außen vor.

Biofleisch ist vor allem in Naturkost-Fachgeschäften, Bio-Metzgereien und in Bio-Hofläden erhältlich. In Bio-Qualität gibt es Schweine-, Rind-, Lamm- oder Geflügelfleisch.

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