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Querbeet

Kurz notiert

+ Gegen die Überfischung der Meere und für Kleinfischer setzt sich der Verein für fairen Handel Fair Trade ein. Gefördert wird der traditionelle Fischfang in Indien und im Senegal. Fair Trade bringt Meerestiere aus diesen Regionen mit einer Mark Aufschlag pro Kilo nach Europa. Der Betrag kommt den Kleinfischern zugute. Unterstützt wird die Initiative von Misereor und Brot für die Welt.

+ Stundenlanges Warmhalten von Speisen vernichtet viele empfindliche Vitamine, insbesondere die Vitamine C, B1 und B2, informiert der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid). Wird auf Nachzügler gewartet, sollte das Essen nach spätestens einer Stunde vom Herd in den Kühlschrank wandern. Damit sich keine unerwünschten Mikroorganismen bilden, empfiehlt der aid ein schnelles Abkühlen und Erhitzen der Speisen.

+ Weltweit gibt es etwa genauso viele übergewichtige wie unterernährte Menschen, schreibt das Worldwatch Institute. Übergewichtige leben nicht nur in den Industrienationen, sie sind auch in Entwicklungsländern wie Brasilien zu finden. Als Grund dafür nennt das Institut den steigenden Lebensstandard in der Stadt und damit einhergehende falsche Ernährungsgewohnheiten. Gehungert wird indes auch in den reichen Ländern. In den USA soll rund ein Zehntel der Bevölkerung nicht satt werden.


Buchtipp: Öko-Infothek

Lebensmittelskandale, Zusatzstoffe, Gentechnik, E-Nummern und eine Vielzahl von Öko-Labels verunsichern viele Verbraucher. Ist auch wirklich "bio” drin wo "bio” drauf steht? Was machen Öko-Bauern anders? Was ist das Besondere an Wurst, Wein oder Eiscreme aus biologischer Erzeugung. Einblick verschafft der Naturland-Ordner "Öko-Infothek” mit Lose-Blatt-Sammlung. Er enthält einen allgemeinen Info-Teil und ein Register mit neun verschiedenen Lebensmittelgruppen von Fisch und Fleisch über Getreide bis zu Getränken. Neben vielen Sachinformationen gibt es Rezeptvorschläge von Profi-Köchen und Praxistipps für Allergiker. Damit das gesammelte Wissen nicht von gestern ist, wird das Handbuch zweimal pro Jahr mit aktuellen Seiten ergänzt.

Naturland Öko-Infothek, Verlag Neuer Merkur, München, 2000, ca. 250 Seiten, Grundwerk: DM 79,- (ISBN 3-929-360-40-3), Ergänzungsdienst: DM 0,85 pro Blatt (zzgl. Versandkosten)


Küchentipp

Milch läuft beim Kochen nicht mehr über, wenn rund um den inneren Rand des Topfes etwas Butter gestrichen wird.

F. Willms, Norden


Tiere mit Weidegang liefern hochwertigeres Fleisch

Dürfen Wiederkäuer auf der Weide grasen, liefern sie qualitativ hochwertigeres Fleisch als im Stall mit Heu und Kraftfutter gefütterte Artgenossen. Zu diesem Fazit kommt eine Studie von Heide-Dörte Matthes und Vadim Pastushenko. Demnach beeinflussen Haltung und Tierfutter die Fettzusammensetzung im Fleisch, insbesondere den Gehalt an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Sie sollen Arteriosklerose entgegenwirken, den Cholesterinspiegel senken und günstig auf erhöhten Blutdruck wirken.

Die Gründe für den höheren Omega-3-Fettsäurengehalt von Weidetieren sehen Matthes und Pastushenko in der Fütterung und Haltung der Tiere. Frisches Grün enthalte besonders viel ungesättigte Linolensäure, während mit Heu und Getreidepellets viele gesättigte Fette aufgenommen würden. Zum anderen gelte: Je fetter das Tier, um so geringer der Anteil ungesättigter Fettsäuren im Fleisch. Im Vergleich zu ganzjährig im Stall gehaltenem Vieh weise das Fleisch von Weidetieren einen geringeren Gesamtfettgehalt auf. Als Fazit ihrer Studie empfehlen die Wissenschaftler eine artgemäße Haltung und Fütterung von Nutztieren.

Für Bio-Bauern gilt ab dem 24. August 2000 die EU-Verordnung zur Öko-Tierhaltung (Nr. 1804/1999/EG). Sie schreibt unter anderem Weidegang, mindestens jedoch einen Auslauf vor. Den Tieren müssen Mindestflächen im Stall zur Verfügung stehen, Anbindehaltung und Käfighaltung von Geflügel sind untersagt, Vollspaltenböden künftig verboten. Das Futter soll aus ökologischer Erzeugung stammen. Futtermittel aus konventioneller Herkunft darf nur eingesetzt werden, wenn eine ausschließliche Versorgung mit Öko-Futtermitteln nicht möglich ist.

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