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Seelenfutter für kalte Tage

Rezepte mit Wärme (Fotos Maria Grossmann, Monika Schuerle Food Susanne Walterer)

Ein gutes Essen ist mehr als nur ein Sattmacher – es trägt schöne Erinnerungen und kann uns neue Erfahrungswelten eröffnen.

// Text Sabine Kumm Fotos Maria Grossmann, Monika Schuerle Food Susanne Walterer

Kahle Bäume, Einheitsgrau und das unwiderstehliche Bedürfnis, sich nach dem Spazierengehen in eine warme Decke zu kuscheln – kein Zweifel, der November ist da. Und eigentlich ist es gar nicht so schlecht, sich jetzt mal wieder auf die Innenräume zu konzentrieren und sich daran zu erinnern, wie gemütlich doch eine Küche sein kann.

Denn manchmal, wenn draußen die Herbstnebel aufziehen und kein bunter Trubel im Sonnenschein uns mehr von der Tatsache ablenken kann, dass wieder ein Jahr zu Ende geht – dann zupft uns das Kind von früher wieder am Ärmel.
Und wir erinnern uns, wie Oma an den frösteligen Herbsttagen Kartoffeln und die vor Frische quietschenden Lauchstangen in eine heiße Suppe verwandelte, an die Croûtons aus geröstetem Brot in der angeschlagenen Schüssel auf dem Holztisch, aus der man sich immer selbst bedienen durfte. Oder an den Duft nach Zimt und Äpfeln und warmer Vanillesoße, wie ihn nur Mutters Brot-Auflauf verströmte, wenn er frisch aus dem Ofen kam ... Auch wenn wir wissen, es ist gegen jegliche Vernunft – trotzdem scheint dann für einen kurzen Moment die Welt wieder in Ordnung.

Manchmal muss ein bisschen Küchen-Sentimentalität einfach sein, jenseits von Ernährungslehre und Kalorienzählen. Neudeutsch heißt sie „Soulfood“ also Essen, das nicht nur den Körper, sondern auch die Seele nährt. Und die liebt es anscheinend üppig, auch wenn unsere Erinnerungen und Geschmacksempfindungen ganz verschieden sind. Da knuspern Kartoffelecken neben warmem Schokokuchen mit einem Hauch Himbeere. Da kuscheln süße Birnenspalten mit fettem Käse, und Nudeln baden bedenkenlos in Pilz-Sahnesoße ...

Vielleicht ist auf den folgenden Seiten ja auch ein Rezept dabei, das Ihre Erinnerungen weckt – wenn nicht, freut sich Ihre Seele bestimmt auf ein paar ganz neue Erfahrungen ...

 

Das macht uns warm

Tipps für mehr Wärme

Wenn Chili im Spiel ist, steigt die Temperatur fast von allein. Die scharfe Schote heizt uns ordentlich ein – der Wirkstoff Capsaicin, der auch für ihre Schärfe verantwortlich ist, soll unter anderem entzündungshemmend wirken und die Stimmung heben.

Auch Ingwer werden vielfältige positive Auswirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben. In Südostasien gilt Ingwer nicht nur als Gewürz- sondern auch als Heilpflanze, ein Tee aus der Ingwerknolle kann bei Erkältungen oder Magenbeschwerden hilfreich sein.

Rein in die Zimtsterne, die Schokoplätzchen und den Glühwein! Zimt gehört an Weihnachten einfach mit dazu. Man sollte jedoch darauf achten, Ceylon-Zimt zu verwenden. Er enthält im Vergleich zu anderen Sorten fast kein Cumarin, das in größeren Mengen schädlich wirken kann.

Mild und warm schmeckt das Innere der Vanilleschote. Das Orchideengewächs ist eines der klassischen Wintergewürze. Zu Recht: Dem Wirkstoff Vanillin wird eine angstlösende, stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt.

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Anke

Etwas offtopic, dennoch:
Danke für das wunderschöne Foto! Der "Untersetzer" kommt mir sehr bekannt vor...Als leidenschaftliche Nadelbinderin freu ich mich immer wieder, wenn Menschen diese fast vergessene Handarbeitstechnik kennen