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Jetzt kommen die Kürbisse

Kürbisse sind die Allrounder der Herbstküche, aus denen sich von der herzhaften Suppe bis zum Kuchen und Dessert so ziemlich alles zaubern lässt. Die folgenden Rezepte sind der beste Beweis …

// Text Sabine Kumm Fotos Maria Grossmann, Monika Schuerle Food Susanne Walterer

Fein-Schmecker, Sattmacher, kerniger Gesundheitscoach, Hohlkopf und gemütlicher Dicker mit Deko-Ambitionen – das alles kann ein Kürbis sein, und noch jede Menge mehr. Mal kugelig, mal gerippt, diskus- oder schlangenförmig, in allen grün-gold-orangenen Farben des vergangenen Sommers leuchtend, demonstriert der Kürbis schon optisch seine Vielseitigkeit. Immerhin wird er schon seit mindestens 9000 Jahren weltweit auf unsere Bedürfnisse zurechtgezüchtet – kein Wunder, dass die Familie der Kürbisse mittlerweile einer bunt gemischten Zirkustruppe gleicht.

Mit ein Grund dafür, dass wir in den folgenden Rezepten zunächst einmal nur drei Sorten empfehlen: Der runde Hokkaido-Kürbis mit seinem kräftig orangenen Fruchtfleisch und kräftigen Geschmack ist der Superstar der Kürbisküche – er muss nicht erst mühsam geschält werden, sondern wandert mitsamt Schale in den Topf. Der riesige, fruchtig-säuerliche Muskatkürbis, der meistens nur in Stücken verkauft wird, glänzt vor allem in Suppen, Süßspeisen und Salaten. Auch der birnenförmige Butternut ist ein guter Einsteigerkürbis: Sein nussiges Aroma kommt erst dann so richtig zur Geltung, wenn er in zwei Hälften, mit Olivenöl beträufelt und mit Kräutern, Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt, langsam im Ofen gar brutzelt. Mit Kartoffeln, Eiern und Grieß verwandelt er sich in raffinierte Gnocchi – nach einem Bad in Sahne, Zimt und Ahornsirup verleiht er süßen Tortelettes das gewisse Etwas.  

Mit den gehaltvollen „Dicken“, die sich natürlich auch jederzeit gegen andere Sorten austauschen lassen, wird es also garantiert nicht langweilig in unserer Küche. Denn das hier ist erst der Anfang – schließlich gehören zur Familie der Kürbisse noch mehr als 800 Sorten …

 

Kürbis-Küchentipps

Kürbis-Küchentipps

Kürbiskerne werden bei all den Rezepten mit Kürbis-Fruchtfleisch leicht vergessen. Dabei ist Kürbiskernöl eine echte Delikatesse, die in keiner Küche fehlen sollte.

Über Monate hinweg kann man frische Kürbisse aufbewahren, wenn man sie trocken und luftig bei einer Temperatur von 10–14 °C lagert. Angeschnitten halten sie sich im Kühlschrank etwa 2 Tage.

Reife Kürbisse erkennt man daran, dass sie beim Klopfen auf die Schale hohl klingen.
 
Besonders kräftige Gewürze und Kräuter wie Curry, Ingwer und Chili, Dill, Petersilie, Koriander und Thymian harmonieren gut mit dem milden Kürbisgeschmack.

Im Tiefkühlfach lässt sich übrig gebliebener Kürbis sehr gut aufbewahren. Einfach in Würfel schneiden und roh, blanchiert oder als Mus in familiengerechten Portionen einfrieren.

Schlank sieht der klassische Kürbis nicht gerade aus, dafür kann er schlank machen. Denn pro 100 Gramm hat das Gemüse mit den üppigen Formen gerade mal 25 Kalorien.  

 

Erschienen in Ausgabe 10/2014
Rubrik: Ernährung

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