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Bestimmungs-Dschungel

Für einige Lebensmittelgruppen, Arzneimittel sowieso, gelten spezielle Bestimmungen.

Ein Baby wird gefüttert (Bild: Fotolia.com)Bilder von Babys sind auf Säuglingsnahrung verboten. Vorgeschrieben ist der Hinweis auf die Überlegenheit des Stillens. (Bild: Fotolia.com)

Nahrungsergänzungsmittel liefern konzentrierte Nährstoffe, oft in Pillen- oder Pulverform. Auf der Packung muss der Begriff „Nahrungsergänzungsmittel“ stehen, dazu die Mengen der Nährstoffe bezogen auf die empfohlene tägliche Verzehrsmenge sowie die Warnung, dass diese Verzehrsmenge nicht überschritten werden darf.

Functional Food sind Lebensmittel mit bestimmten Zusätzen, die der Gesundheit nutzen sollen wie probiotische Bakterien, Ballaststoffe oder Fischöl. Ist der Zusatz neuartig, muss das Lebensmittel nach der Novel Food Verordnung aufwendig zugelassen werden. Für die Werbung gilt die Health-Claims-Verordnung.

Diätetische Lebensmittel sind für eine besondere Ernährung bestimmt, etwa von Kranken oder Säuglingen. Dienen sie dem Abnehmen, dürfen sie nicht mit der „erforderlichen Zeit für eine mögliche Gewichtsabnahme oder Angaben über die Höhe einer möglichen Gewichtsabnahme“ werben. Aussagen wie „Zehn Kilo in nur zwei Wochen“ sind also verboten.

Umfangreich sind die Vorgaben für Babykost. Verboten sind bei Säuglingsanfangsnahrung Abbildungen von Säuglingen oder Bilder, die „den Gebrauch des Erzeugnisses idealisieren“. Vorgeschrieben ist ein „als ‚wichtig’ bezeichneter Hinweis auf die Überlegenheit des Stillens“.

Traditionelle pflanzliche Arzneimittel wie Tee oder Sirup werden nach den Vorgaben des Deutschen Arzneimittelbuches hergestellt. Das sieht auch vor, dass der Gehalt der wichtigsten Wirkstoffe analysiert und eine Mindestkonzentration eingehalten wird. Geworben werden darf mit der jeweiligen Indikation: „bei fieberhaften Erkältungskrankheiten“ oder „bei Blähungen“. Eine Bio-Auslobung ist nicht erlaubt.

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