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Genießen wie zu Sultans Zeiten

Hinter Döner und Co. verbergen sich die wahren Schätze der türkischen Küche. Wir haben die Schatztruhe geöffnet und präsentieren Ihnen daraus sieben Rezepte mit exotisch-orientalischem Flair! // Text Helga Boschitz Rezepte und Styling Susanne Walter FotosMaria Grossmann, Monika Schuerle

-> Rezepte
-> Gewürze, Zutaten & Co.

Türkische Küche

Neulich genoss ich in einem feinen türkischen Restaurant eine opulente Platte mit herrlichsten gemischten Vorspeisen, die nicht nur wunderbar schmeckten, sondern auch so appetitlich und farbenprächtig angerichtet waren, dass das Auge mit größtem Vergnügen mitaß. „Der Sultan und sein Harem“ hieß dieses üppige Gericht. Ich fand den Namen witzig, dachte aber nicht weiter darüber nach. Erst beim Recherchieren für diese Rezeptseiten wurde mir der tiefere Sinn dieser Namensgebung klar: Die Herrscher des osmanischen Reichs besaßen nicht nur äußerst verwöhnte Gaumen, denen die Heerscharen von Palastköchen mit immer neuen kulinarischen Kreationen zu schmeicheln hatten. Die Sultane holten sich auch exotische weibliche Schönheiten aus fremden Ländern ins Haus (sprich: den Harem), die die Eigenheiten ihrer heimischen Küchen in die Palastküchen mit einbrachten. So gehört das Treiben in den osmanischen Herrscherhäusern zu den prägendsten Einflüssen auf die heutige, multikulturell geprägte türkische Küche.

Überhaupt hat das viele hundert Jahre währende Osmanische Reich – und sein Übergang zum modernen Staat – die Küchen der türkischen Regionen entscheidend geprägt.

Blühender Handel und die Kontrolle der Gewürzstraße, Weltoffenheit, pulsierendes städtisches Leben und nicht zuletzt das hohe Ansehen von Köchen, Bäckern, Fischern, Joghurt- und Käsemachern in jener Zeit führten dazu, dass viele Rezepte über Generationen immer wieder überarbeitet und weiterentwickelt wurden – mit dem vielseitigen, wohlschmeckenden und sehr bekömmlichen Ergebnis, das wir heute auf den Speisekarten authentischer türkischer Lokale finden (von Döner-buden und Ähnlichem ist dabei selbstverständlich nicht die Rede!). Und so können Sie sicher sein, dass einige der exotischen Köstlichkeiten auf den folgenden Seiten nicht nur auf den Speisekarten türkischer Wirte von heute stehen, sondern seinerzeit sicher schon den Sultan entzückt haben. Afiyet olsun (Guten Appetit)!

Kommentare

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L.F.
Hallo,



ich bin mit Ihrem Artikel überhaupt nicht einverstanden.

Der Satz:" Die Sultane holten sich auch exotische weibliche Schönheiten aus fremden Ländern ins Haus (sprich: den Harem)..", ist in höchstem Masse sexistisch und missachtet die Menschenwürde.

Wieviel Leid doch in diesem, so blumig dargestellten Satz, steckt!

"Weibliche Schönheiten" zur kaufbaren Ware zu machen, diese dann zu vergewaltigen und zur Mutterschaft mit nicht selbst ausgewählten Genen (Sultan) zu zwingen, ist dermassen pervers und verbrecherisch!!!!

Frauen waren damals fast immer wirtschaftlich von Männern abhängig. Sie hatten keine Verfügungsgewalt über ihren eigenen Körper, ebenso wenig wie das Recht die Art der Nachkommen zu bestimmen (weshalb so mancher Mann, dessen Gene doch besser ausgestorben wären, sich verbreiten konnte). Wer weiss, vielleicht liegt hier die Ursache in der Rohheit der Menschheit..

Aber zurück zu Ihrem Artikel: versetzten Sie sich mal in die Lage eines 12 jährigen Kindes, oder auch in eine 20 jährige "weibliche Schönheit" (wie Sie sie nennen). Sie werden von ihrem eigenen Vater verkauft, an einen alten, unattraktiven Mann, der sich auf intime Weise in Ihren Körper drängt, sich dort erleichtert. Sie müssen so tun, als wenn es Ihnen gefällt, denn Sie werden sonst von nirgend woher versorgt werden. Das Existenzielle ist durch Widerstand bedroht.

Für Sie als Kind, ist diese Prozedur sogar noch mehr als schmerzhaft, nicht nur psychsisch, auch körperlich.

Diese Perversion, die lediglich auf dem Boden des Islam gedeiht( siehe Afganistan z.B.), oder gedieh, beschreiben Sie so blumig?

Haben Sie ein Recht dazu?

Mit solchen -ach so romantisch formulierten Sätzen- schaffen Sie gesellschaftliche Normalität und Akzeptanz gegenüber Verbrechen gegenüber Frauen/Kindern, sowie Akzeptanz gegenüber dem sexistisch untermauertem Islam.

Die Menschen werden sich durch solche Sätze daran gewöhnen, und mit Artikeln wie diesen, wird vielleicht eines Tages hier auch der Islam so weit durchgeschlagen haben, dass Sie, die Frau, vergewaltigt, misshandelt, entrechtet, verkauft und eingesperrt werden.

Aber auch für Männer hätte das Folgen: gefühllose, verlogene Frauen. Verlogen, weil die Angst vieler Frauen ehrlich zu sein und zu lieben, die heute noch aufgrund des Patriarchats in vielen Frauen steckt, wieder voll aufleben würde.

Allen gänge es schlecht, den Frauen, den Kindern, den Männern. Und eine Menschheit, in welcher Rohheit, Gewalt die Normalität ist, wird mit der Mutter Erde und ihren Geschöpfen sicher nicht besser umgehen.

Eine Menschheit, bei der Gewalt an der Tagsordnung ist, vergiftet die Natur, mordet und verdrängt.

In Ihrem Artikel steckt unendlich viel Gewalt! Denken Sie bitte darüber nach!

MfG L.F.