Anzeige

Anzeige

Umstrittene Forschung

Umstrittene Forschung

Schützt fettarme Ernährung vor Krebs?

Eine US-Studie kam zu dem Ergebnis, dass fettarme Ernährung doch nicht vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schütze. Dieses Ergebnis stellen andere Wissenschaftler in Frage.

Der aid (Infodienst für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft) berichtet, dass die US-Studie auf Ergebnisse des amerikanischen Forschungsinstituts in Hyattsville (Maryland) zurückgehe. Die Forscher untersuchten acht Jahre lang rund 50.000 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren. Etwa 20.000 Frauen davon ernährten sich gesund: täglich fünf Mal Gemüse und Obst sowie sechs Portionen Getreideprodukte. Durch diese Ernährungsumstellung senkten sie ihren Fettkonsum dauerhaft von 38 Prozent der Energiezufuhr auf 29 Prozent. Schon nach drei Jahren zeigten sich die ersten messbaren Veränderungen: das Gewicht ging um ein Kilogramm zurück, der Blutdruck sank, der LDL-Cholesterinspiegel im Blut verbesserte sich. Allerdings erkrankten die Frauen innerhalb der acht Jahre genauso häufig an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die Kontrollgruppe, die ihre gewohnte Ernährung beibehalten hatte. War das der Beweis für die Nutzlosigkeit einer fettarmen Ernährung? „Nein“, sagten viele Forscher. Sie meinten, dass der Studienzeitraum von acht Jahren viel zu kurz sei. Eine Ernährungsumstellung könne frühestens nach 15 bis 30 Jahren Wirkungen zeigen. Diese Studie lasse keinesfalls den Schluss zu, dass eine fettbewusste Ernährung keine präventive Wirkung ausübe.

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

szmtag